ERES-Stiftung

Mark Dion
Gatehouse

2001, Buntstift auf Papier, 27,5 x 35 cm

Mark Dions Installationen, wissenschaftliche Versuchsanordnungen oder Zeichnungen sind kritische, oft humorvolle Reflexionen über die Repräsentation von Natur in unserer Gesellschaft. GATEHOUSE ist ein nicht realisiertes Naturpark-Projekt auf dem Schlackefeld einer ehemaligen Kohlenmine in England. Dion (geb. 1961) schlug vor, die stillgelegte Mine in einen Park mit Obstbäumen und Wildpflanzen zu verwandeln, dessen Gestaltung sowohl das natürliche Umfeld wie die Geschichte des Geländes berücksichtigt. Das Entrée sollte ein hier als Entwurfsskizze abgebildetes Torhaus sein. Links und rechts des Portals sieht Dion ein Künstleratelier (Art) und ein Wissenschaftslabor (Science) vor. Kunst und Wissenschaft sind für ihn zwei sich ergänzende Strukturen, die einerseits die technischen Möglichkeiten der Parkgestaltung und andererseits die ästhetische Form repräsentieren. Der Apfel steht für die Partnerschaft von Mensch und Natur in der Landwirtschaft. Der Hirsch erinnert an die historische Ökologie des Ortes vor der industriellen Nutzung. Der Kohleklumpen symbolisiert das Material, das die Umformung des Geländes ausgelöst hatte. Formal zitiert Dion in der Exaktheit der Linienführung und der Wahl der Buntstifte technische Zeichnungen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.

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