The Bird Show

Vögel zwischen Freiheit, Krieg und Quantenmechanik

11. April – 27. Juli 2024

Gerrit Frohne-Brinkmann, Dirty Parrots, 2024, Courtesy the artist and Galerie Noah Klink, Foto: ERES Stiftung, Thomas Dashuber

Ausstellungsort

ERES Stiftung
Römerstraße 15
80801 München

Lageplan auf Google Maps

Öffnungszeiten

Donnerstag, 14 – 18 Uhr,
Samstag, 11 – 18 Uhr
und nach Vereinbarung
Eintritt frei

Sonderöffnungszeiten zur Various Others Spring Edition

Freitag, 3. Mai 2024, 17 – 20 Uhr
Samstag, 4. Mai 2024, 11 – 18 Uhr
Sonntag, 5. Mai 2024, 11 – 18 Uhr

Führungen

Donerstag, 18 April 2024, 18 Uhr
Samstag, 4. Mai 2024, 15 Uhr
Weitere Termine folgen

Künstler

Monira Al Qadiri, Thorsten Brinkmann, Mark Dion, Max Ernst, Gerrit Frohne-Brinkmann, Henrik Håkansson, Petrit Halilaj, Carsten Höller, Nicolas II Huet, Anna Jermolaewa, Šejla Kamerić, Nira Pereg, Elodie Pong, Harald Popp, Walid Raad, Robert Rauschenberg, Boris Saccone, Niloufar Shirani, Nora Turato

Ausstellung

Vögel fliegen, wohin sie wollen, ungebunden, unabhängig, ungeachtet nationaler Grenzen. Und doch geraten sie mitunter zwischen die Fronten, wie jüngst der Fall einer in Indien freigelassenen Taube zeigt, die für China spioniert haben soll. Das Friedenssymbol als Geheimagent im Auftrag rivalisierender Mächte?

In diesem Frühjahr richtet die ERES Stiftung den Fokus auf Biologie, Anatomie und Symbolik von Vögeln. Die enorme Diversität der weltweit über 10.000 Vogelarten konzentriert sich in einer dichten Zusammenschau zeitgenössischer Kunstpositionen, die die anziehende Symbolkraft der Tiere als identitätsstiftende Wesen genauso in den Blick nimmt wie ihre brillante Sinneswahrnehmung und ihren inneren magnetischen Kompass. Dies hat sie in den unterschiedlichsten Kriegen von den Kreuzrittern bis heute zu nützlichen Assistenten der Militärs gemacht. Der einzigartige Körperbau von Vögeln sowie ihre Navigationsfähigkeit faszinieren Ingenieure und KI-Experten gleichermaßen, machen Habicht oder Huhn zu Leitbildern neuer Entwicklungen in Bionik und Robotik. Die Ausstellung folgt darüber hinaus dem spektakulären Vogelzug, dessen Geheimnis neuesten Studien zufolge wohl auch in der Quantenmechanik begründet liegt. Vögel vernetzen Lebensräume, Ressourcen und biologische Prozesse, doch ist ihre hervorragende Anpassungsfähigkeit in Zeiten eines globalen Artenwandels auch gefährdet.

Die Galerie der ERES Stiftung wird zu einer »Voliere der Vielfalt«, wo »dirty parrots« auf »famous pigeons« treffen, während Flamingos sich unter imaginärem Beschuss wegducken und Kanarienvögel vor Giftgas warnen. Federn lassend und beflügelnd zugleich, lädt die Schau zum »Birding« (=Vögel beobachten) ein – ganz ohne Fernglas!

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